5 Fragen an Brigitte Schulda


1. Brigitte, du bist als Nachfolgerin von Tanja Eick ins Mühltaler Parlament eingetreten. Was verbindest du direkt mit Kommunalpolitik?

Einsatz für die Kommune in der man zu Hause ist.

2. Du sitzt nun für DIE LINKE in der Mühltaler Gemeindevertretung. Was verbindest du mit linker Politik? Was motiviert dich generell, deine Zeit für Lokalpolitik zu „opfern“?

Mit „linker Politik“ verbinde ich zum großen Teil sozialere Gerechtigkeit in einer -meiner Ansicht nach- zu „ungerechten“ Welt. Meine Motivation ist, dass man keine „großen“ Veränderungen in der Politik erwarten kann, wenn man selbst nicht dazu bereit ist, zumindest in seinem „kleinen Umfeld“ aktiv zu werden und Einsatz zu bringen.

3. Gibt es spezielle Themen oder Anliegen, die dir am Herzen liegen, wofür du dich einsetzen möchtest?

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und globale soziale Verantwortung. Ich bin der Ansicht und festen Überzeugung, ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz -aber auch die globale soziale Verantwortung- sollte und muss bei den nächsten Generationen anfangen. Entsprechend gehören viele Themen dieser Bereiche sowohl in den schulischen als auch in den universitären Unterricht implementiert und zwar viel Umfassender als heute. Generell bin ich der Meinung, dass unser Schulsystem -und auch die einzelnen Unterrichtsfächer- zum Teil völlig überholt sind und es bedarf einer wirklich großen Reform. Auf dieses Thema jetzt weiter einzugehen, würde allerdings an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

Brigitte Schulda

4. Was stört dich am meisten in unserer Gesellschaft? Was würdest du am liebsten sofort ändern?

Am meisten stört mich die relative Gleichgültigkeit vieler Menschen ihren Mitmenschen und unserem Planeten gegenüber. Was ich sofort ändern würde: es gehört bestraft und verboten, solange auch nur noch ein Mensch auf dieser Welt verhungert, dass an Börsen oder sonstwo auf dieser Welt auf Lebensmittel spekuliert und viel Geld damit verdient werden kann! Das so etwas überhaupt möglich ist, treibt mir sozusagen wirklich „Schaum vor den Mund“. Ferner würde ich die Unternehmensform „Aktiengesellschaft“ abschaffen und ich würde Banken in viel höherem Umfang für ihre spekulativen Geschäfte haftbar machen.

5. Worauf hast du dich in letzter Zeit richtig gefreut?

Ich freue mich jeden Tag darüber, wie gut es mir und meiner Familie geht. Und über die Geburt meines Enkelkindes letztes Jahr habe ich mich besonders gefreut – auch wenn es mir am Anfang schwer gefallen ist mich daran zu gewöhnen, dass ich jetzt eine „Oma“ bin.