Ehe für alle


Endlich gleiche Rechte – LINKE freut sich über Beschluss im Bundestag

„Heute ist ein guter Tag: Die ‚Ehe für alle‘ ist nach langer Blockade endlich beschlossen. Damit endet die rechtliche Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Das ist in erste Linie ein Erfolg für die vielen Aktivistinnen und Aktivisten, die seit Jahrzehnten für gleiche Rechte gekämpft haben. Ein wichtiger und historischer Schritt – fast auf den Tag genau 48 Jahre nach dem Christopher Street Day in New York.

DIE LINKE kämpft seit langem für diese Gleichberechtigung und freut sich sehr über die positive Abstimmung im Bundestag. Bei aller Freude ist aber auch klar – und das zeigen einige Kommentare und Äußerungen zu dem Thema in den letzten Tagen leider auf erschreckende Weise – der Kampf um die gesellschaftliche Akzeptanz muss weiter geführt werden. Gegen Mobilisierungen wie die ‚Demo für alle‘, gegen rechte Hetze und gegen alltägliche Diskriminierungen und Anfeindungen. Der heutige Bundestagsbeschluss ist ein Grund zum Feiern und ein Ansporn, weiter für Gleichberechtigung, Akzeptanz und eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung zu kämpfen.“

„LINKS wirkt! Und nicht zum ersten Mal“, erklärte Harald Petzold bereits am 27.06.2017, queerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die von Martin Schulz angekündigte Öffnung der „Ehe für alle“ im Deutschen Bundestag in der Woche des internationalen CSD und die Aussage der Kanzlerin vom 26. Juni, nun doch die Abstimmung der Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare zu befürworten. „Wir haben erfolgreich für die Entschädigung und Rehabilitierung der nach Paragraph 175 verurteilten schwulen Männer gekämpft. Und wir wurden nie müde, immer wieder die Große Koalition aufzufordern, endlich die Beratung und Abstimmung der Anträge für die Eheöffnung anzugehen. Wir haben seit 2013, dem Jahr als DIE LINKE den ersten Gesetzentwurf für die ‚Ehe für alle‘ einreichte, der dreist-beharrlichen Blockadehaltung von CDU/CSU und SPD getrotzt und immer wieder im  Bundestag und in der Öffentlichkeit die Debatte am Laufen gehalten. Schließlich zogen 2015 die Grünen und 2016 der Bundesrat nach.“