Nach der Wahl in Mühltal


Vorweg in eigener Sache: bei der Bundestagswahl am 24.09.2017 erreichte die Partei DIE LINKE in Mühltal mit 9% ihr bestes Ergebnis im ganzen Landkreis Darmstadt-Dieburg. Dagegen erzielte die AfD mit ca. 8% ihr schlechtestes Resultat im Kreis. Dafür möchten wir uns bei euch herzlich bedanken, denn das Ergebnis gibt uns Kraft weiterzumachen, und es ist ein kleiner Beweis, dass unser soziales Engagement vor Ort geschätzt und gebraucht wird.

Für Mühltal heißt es nun: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Frau Dr. Mannes schaffte es in den Bundestag und scheidet folglich von Amt der Bürgermeisterin aus. Wir wünschen Frau Mannes in Berlin viel Erfolg und fordern sie gleichzeitig auf, die gravierenden kommunalen Problemen, die uns seit Jahren plagen, in Berlin vorzutragen und nach Lösungen zu suchen. Mühltal ist immer noch mit rund 13 Millionen Euro „verschuldet“, alle unsere Bemühungen zur finanziellen Förderung in sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereichen werden dadurch erschwert oder gar verunmöglicht. Unter dieser „alternativlosen“ Politik der Ohnmacht leiden die Menschen vor Ort und einige suchen dann andere politische Beteiligungsmöglichkeiten, wie im ultrarechten Spektrum. Um die AfD dauerhaft zu stoppen, ist eine gerechte und menschliche Politik auch in Mühltal dringend nötig. Wir werden auch in Zukunft Frau Dr. Mannes und ihrer Partei – aber ebenso der SPD – diese Themen stark in Erinnerung rufen.

Bereits in wenigen Monaten wird die neue Bürgermeisterwahl stattfinden. Von der neuen Bürgermeisterin, welche hoffentlich kommunikativer und integrierender (statt intrigierend) sein wird,  wünschen wir uns bereits jetzt eine erhöhte Aufmerksamkeit für die gemeinnützigen Projekte in Mühltal. Kinderbetreuung, sozialer Wohnbau, Aufrechterhaltung der Jugend- und Seniorenförderung, Sanierung des Bauhofes, Vereinsförderung und besserer Umgang mit Natur und Wald gehören definitiv an vorderste Stelle. Auch die professionelle Tourismusförderung mit Augenmaß und der ökologische Weinbau sind erwünschte wirtschaftliche Ziele, sowie konkrete Schritte für die Energiewende hier vor Ort.

Es ist tatsächlich noch verdammt viel zu tun!

Mario Guglielmi und Tanja Eick