Verbesserung der Arbeitsbedingungen unseres Gemeindepersonals


Dieser Antrag wurde in den Sitzungen der Gemeindevertretung (GVE) am 19.12.2017 und am 07.11.2017 behandelt und zwecks weiterer Planung im Geschäftsgang belassen. 

“Die Drucks. 2017/304 wird zurückgestellt und bleibt bis nach den Bürgermeisterwahlen im Geschäftsgang.”


 

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

a) Die Gemeinde Mühltal wünscht die Stärkung des eignen Personals und dessen Entwicklung. Die Verwaltung wird hierzu beauftragt, die im Kommunalbericht 2015 vom Hessischen Rechnungshof gefaßten konstruktiven Kritikpunkte (erneut) zu prüfen und der Gemeindevertretung bis zum 28.02.2018 einen aktuellen Personalbedarfs- und Personalentwicklungsleitfaden vorzustellen.

b) Insbesondere folgende Themen sollen im neuen Leitfaden berücksichtigt werden:

– Regelung von Ausfällen und Vertretungen

– Anti-Stress-Bestimmungen

– Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz

– Mitbestimmungsrechte bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen / Fortbildungsmöglichkeiten

– Erstellung einer Betriebsvereinbarung zur Durchführung von Arbeitsplatzbegehungen inklusive eines  Maßnahmekataloges zur Abstellung von Mängeln

c) Die Personalvertretung ist bei der Erstellung der Konzepte und der Durchführung der Maßnahmen zu beteiligen.

Begründung:

Defizite am Arbeitsplatz und geforderte Leistungserhöhung sind oft der Grund für psychische Belastungen. Schlechte Arbeitsbedingungen und ein ungünstiges Betriebsklima haben nicht nur Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der arbeitenden Menschen, sie wirken auch negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Arbeit aus. Die Folgen sind zunehmende Fehlzeiten, die sog. „innere Kündigung“, unzufriedene Dienstleistungsnehmende (hier: Bürgerinnen und Bürger) sowie Zusatzkosten für Kranken- und Rehabilitationsmaßnahmen.

Der Kommunalbericht 2015 des Hessischen Rechnungshofes enthält das Ergebnis der Vergleichenden Prüfung des Personalmanagements von 15 hessischen Kommunen. In diesem Vergleich liegt Mühltal im unteren Drittel. Dem Personalmanagement Mühltals wird ein „niedriger Reifegrad mit Verbesserungspotenzialen in allen Bereichen“ attestiert. Insbesondere werden Defizite bei der Personalbedarfsentwicklung, beim Personalcontrolling und fehlende oder mangelhaft fixierte Kennzahlen festgestellt.