Bürgermeisterwahl am 21 Januar 2018


Keine Wahlempfehlung für Mühltal, leider …

11.01.2018

Für die kommende Bürgermeisterwahl am 21 Januar 2018 wurden wir mehrmals als Fraktion gefragt, warum wir auf eine eigene Kandidatur freiwillig verzichten. Nun, es mangelt in Mühltal wahrlich nicht an Kandidaten-Quantität, und wir wollen uns lieber auf unsere gute Fraktionsarbeit weiterhin konzentrieren. Außerdem konnten wir Gregor Gysi doch nicht für eine Kandidatur überzeugen … Ernsthaft, viele Menschen in Mühltal erwarten von den LINKEN als aufstrebende Ortsgruppe zumindest eine Wahlempfehlung. Doch diese können wir wegen der vorhandenen Kandidaten-Qualität nicht geben, leider.

Dabei wollen wir den Kandidaten ihren guten Willen nicht absprechen. Es stellt sich für uns hier die einfache Frage, wer von all diesen Anwärter/innen es mit sozialer Gerechtigkeit und Naturschutz in Mühltal denn wirklich ernst meint. Die CDU müssen wir wohl deshalb als erste ausschließen. Ihr schlechter Umgang mit KiTa-Betreuung, sozialem Wohnungsbau, Waldschutz oder Gedenktagen ist bei uns noch sehr präsent. Thomas Hölscher (CDU) mag sich als „guter Junge vom Ort“ darstellen, aber auch er hat die Eltern nicht – im Gegensatz etwa zu Nils Starke (CDU) – in Sachen Kinderbetreuung und bei ihrem Eintreten für ein kinderfreundliches Mühltal unterstützt, ganz zu schweigen von der ehemaligen Bürgermeisterin Frau Mannes. Wir wollen keine Fortführung dieser unbefriedigenden und kalten Politik.

Bei der SPD blicken wir meistens nicht durch; ist sie nun sozial oder doch konservativ? Oft haben wir das Gefühl, zwei SPD-Fraktionen gleichzeitig vor uns zu haben. Vielleicht kommt eine externe Kandidatin als Notlösung in Betracht, anderseits könnte Frau Ebert (SPD) in der Mühltaler CDU-SPD-Grünen Blockkoalition schnell verheizt werden und die Flucht Richtung Bundestag suchen. Auch das wollen wir nicht wieder erleben. Die FDP dagegen bleibt geschlossen neoliberal, sie will überall in der Gemeinde sparen, vor allem im Sozialen, auf Kosten der einfachen Menschen. Der von uns allen geschätzte Willi Muth (FDP) wird dies nicht ändern können oder wollen. Diese Art des politischen Handelns ist aber schon lange out und nicht zielführend. Ähnliches befürchten wir von dem sympathischen Falko Ostertag (DM). Christoph Zwickler (FUCHS) ist bestimmt ein ganz besonderer und interessanter Kandidat, welcher, im Gegensatz zu den Mühltalern Grünen, sich im ökologischen Bereich und in Demokratie- und Transparenzfragen bisher sehr gut engagiert hat. In den sozialen Fragen dagegen haben wir auch von Herrn Zwickler bisher keine klaren Antworten erhalten. Vielleicht ändert sich dies noch.

Egal wie sich die Wählerinnen und Wähler entscheiden werden, wir werden sowohl in der Gemeindevertretung als auch im Gemeindevorstand dem/r neuen Bürgermeister/in unsere Vorstellungen kooperativ aufzeigen und dabei die dringenden sozialen und ökologischen Angelegenheiten in den Vordergrund stellen. Betrachtet uns daher weiterhin als eure Kandidaten der Herzen!

Fraktion DIE LINKE in Mühltal