Unser Wald ist kein kostenloser Lagerplatz


Der Antrag wurde vorerst (Mai 2018) zurückgezogen und ist weiterhin in Planung.


 

Die Gemeindevertretung möge beschließen

  1. Der Gemeindevorstand verpflichtet den aktuellen Forstbetrieb unseres Waldes (HessenForst), die Abholung der geschlagenen und bereits verkauften Festmeter Holz aus unserem Wald innerhalb von maximal sechs Monaten sicher zu stellen. Falls die Abholung innerhalb dieses Zeitraums nicht vollzogen ist, wird der Gemeindevorstand befugt, das Holz erneut zu verkaufen oder eine einem Lagerplatz entsprechende Miete zu erheben (Rechtsgrundlage: § 929 BGB und § 903 BGB).

 

  1. Der Gemeindevorstand beauftragt den aktuellen Forstbetrieb unseres Waldes (HessenForst), ab sofort professionellere und das Interesse der Gemeinde besser abbildende Kaufverträge mit den Holzabnehmern abzuschließen, welche die zeitlichen Abnahme- und Abholmodalitäten des geschlagenen Holzes sowie die Konsequenzen bei einer Nichteinhaltung besser und für den Wald nachhaltiger regeln.

 

  1. Der Gemeindevorstand kommuniziert ihr Vorgehen bezüglich der Modalitäten der Nutzung der Lagerflächen mit benachbarten Kommunen, um ein möglichst einheitliches Vorgehen anzustreben.

 

Begründung:

Unser Wald entwickelt sich immer mehr zu einem großen Holzlagerplatz. An vielen Stellen sind gestapelte Stämme zu sehen, einige sind markiert, andere nicht und wieder andere faulen einfach vor sich hin oder werden von Dornengestrüpp umrankt. Die Abnehmer verlagern somit kostenlos ihren Lagerplatz in den Wald. Das sollte nicht sein, denn auf diesen Lagerflächen kann kein Holz mehr nachwachsen. Dies sollte den Förstern von HessenForst eigentlich bekannt sein.

Bei der Abholung des geschlagenen Holzes sollte übrigens außerdem darauf geachtet werden, dass die Transportfahrzeuge nicht jederzeit den Wald befahren. Insbesondere sind Setz- und Brutzeiten zu beachten. Auch muss es unterbleiben, dass – wie zuweilen zu beobachten ist – einzelne Baumstämme liegen bleiben, wenn beispielsweise ein Transportfahrzeug vollbeladen ist und sich eine weitere Anfahrt aus ökonomischen Gründen nicht mehr lohnt.